Festival Jazz en bloc 2011

Vom 4. bis 9. Oktober präsentiert sich die Jazzmusiker-Initiative Oldenburg e.V. (JMO) in ihrer vollen Bandbreite. Im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, im Kulturzentrum PFL und in der Forumskirche St. Peter erwarten die Besucher spannende und abwechslungsreiche Konzerte auf höchstem Niveau.

Jazz en bloc steht auch bei seiner neunten Auflage ganz im Zeichen internationaler Partnerschaften. Dies unterstreicht auf eindrucksvolle Weise die zukunftsorientierte Arbeit der JMO. Die internationale Vernetzung der renommierten Jazzszene Oldenburgs hat für den Nordwesten schon seit langem Vorbildcharakter. Musiker aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz, Estland, den USA, Brasilien, Argentinien, Japan und Südkorea versammeln sich an sechs Tagen auf den Bühnen des Wilhelm13, des PFL und der Forumskirche St. Peter und arbeiten hier mit den Oldenburger Musikern in unterschiedlichen Besetzungen zusammen. Dabei entsteht ein breit gefächertes Festival-Programm, bei dem die Besetzungen vom Duo bis hin zur voll besetzten Big Band gehen und auch stilistisch alle Facetten des Jazz zur Geltung kommen.

Programm des Festivals Jazz en bloc 2011

• Dienstag, 4. Oktober, 20 Uhr, Wilhelm13:

Susanne Paul – Michel Godard – Gerhard Böhm

Susanne Paul – Violoncello
Michel Godard (FR) – Tuba, Serpent
Gerhard Böhm – Percussion

Michel Godard

Michel Godard

Michel Godard zählt zu den bedeutendsten internationalen Tubaspielern, die ihr Instrument auch solistisch einsetzen. Er ist seit vielen Jahren u.a. Mitglied in der Band des Oud-Virtuosen Rabih Abou-Khalil und des Blood, Sweat and Tears-Posaunisten/Tubisten Dave Bargeron. Neben seinem ausdrucksstarken virtuosen Spiel auf der Tuba hat Godard ein fast vergesseness Instrument, das Serpent, den schlangenförmigen Vorläufer der Tuba, für den Jazz entdeckt. Mit diesem faszinierenden Instrument mit seinem weichen, fast magischen Klang beschäftigt er sich seit einigen Jahren sehr intensiv. An der Pariser Musikakademie ist er Professor für Tuba und Serpent.

Gerhard Böhm

Gerhard Böhm

Susanne Paul

Susanne Paul

In diesem Trio trifft Michel Godard auf die außergewöhnliche Cellistin Susanne Paul, die durch ihre sehr eigene groovig zupackende und melodiöse Spielweise besticht, und den in zahlreichen grenzüberschreitenden Projekten aktiven Oldenburger Perkussionisten Gerhard Böhm. Die Musik des Trios verbindet Weltmusik, Jazz und Alte Musik zu einer für die drei Instrumentalisten typischen eigenen Sprache, in der sowohl meditative Ostinati als auch stark rhythmisch geprägte Strukturen zum Ausdruck kommen. Eine ungewöhnliche Besetzung, in der Cello und Tuba/Serpent im Zusammenspiel mit der Perkussion abwechselnd Melodie- und Bassfunktion übernehmen.

Das Norddeutsche Jazzgitarren-Orchester

Thomas Brendgens-Mönkemeyer, Martin Flindt, Yann Neumann-Schönwetter, Jan-Olaf Rodt, Oliver Kuiper – Gitarren
Michael Kaufung – Kontrabass
Philipp Pumplün – Schlagzeug

Thomas Brendgens-Mönkemeyer

Thomas Brendgens-Mönkemeyer

Das Norddeutsche Jazzgitarren-Orchester spielt Jazzarrangements wie der Saxophonsatz einer Bigband, swingend, harmonisch komplex, groovy und modern. Dazu gibt es hochkarätige Improvisationen von den profiliertesten Jazzgitarreros – eben aus Norddeutschland. Das Orchester wird von Thomas Brendgens-Mönkemeyer geleitet.

Die Arrangements stammen aus dem Berklee College of Jazz, von Peter Leitch aus N.Y. (Leiter des Projektes‚ ‘Guitars play Mingus’).

• Mittwoch, 5. Oktober, 20 Uhr, Wilhelm13:

Matthias BätzelJörg SeidelSebastiaan de KromORGANIC

Jörg Seidel – Gitarre, Gesang
Matthias Bätzel – Hammondorgel
Sebastiaan de Krom (GB) – Schlagzeug

Drei spielbegeisterte Musiker treffen hier aufeinander und zollen den legendären Hammondorgel-Trios der 60er Jahre ihren Tribut: Der Gitarrist Jörg Seidel gehört zweifelsohne zu den meistbeschäftigten Musikern des swingenden Mainstream und ist mit den unterschiedlichsten Besetzungen ganzjährig unterwegs, um Swing á la Nat King Cole oder in der Tradition Django Reinhardts zu präsentieren. Bereits 1993 traf er auf den Pianisten und Orgelspieler Matthias Bätzel aus Weimar, mit dem er seinerzeit ein Trio gründete. Im Laufe der Jahre hat sich auch Bätzel zu einer der führenden Jazzpersönlichkeiten in Deutschland entwickelt, wovon Konzerte und CD-Einspielungen u.a. mit Manfred Krug, Dusko Goijkovic, Red Holloway oder Houston Person zeugen. Er ist der erste und einzige Professor für Jazzorgel in Deutschland.

Für das Festival Jazz en bloc 2011 haben sich beide nach vielen Jahren musikalisch wieder vereint und den in London lebenden Schlagzeuger Sebastiaan de Krom dazugeladen. Der spielte acht Jahre bei Brit-Superstar Jamie Cullum und tourte mit u.a. Kurt Elling, Madeleine Peyroux und Stacy Kent. Jazz á la Don Patterson, Eddie Louis, Jimmy Smith und Larry Goldings steht im Mittelpunkt des Trio-Konzertes – verbunden mit großer energetischer Spielfreude und Virtuosität.

Joe DinkelbachJoe Dinkelbach & The Dutch Tenors

Will Jasper (NL) – Tenorsaxophon
Sjourd Dijkhuizen (NL) – Tenorsaxophon
Joe Dinkelbach – Piano
Frans van Geest (NL) – Kontrabass
Gijs Dijkhuizen (NL) – Schlagzeug

Mittlerweile 25 Jahre ist es her, dass sich fünf junge Musiker im niederländischen Hilversum am dortigen Conservatorium kennenlernten. Ihre damaligen Lehrer, die Helden der holländischen Jazzszene wie Ferdinand Povel, Rob Madna, Rob Langerijs und Cees Kranenburg zeigten den Jungs die Finessen des Bebop und Swing. Aus den fünf Freunden sind inzwischen selbst gestandene Musiker geworden, so spielt Tenorsaxofonist Sjourd Dijkhuizen im Jazzorchestra of the Concertgebouw, ebenso wie sein Bruder Gijs Dijkhuizen und Bassist Frans van Geest. Zusammen mit dem zweiten Tenoristen Will Jasper aus Groningen, spielten die drei jahrelang im Glenn Miller Orchestra, nahmen CDs auf (Saxion V Symbiosis) und wurden so zu den meistgefragten Musikern der niederländischen Szene.

Will Jasper

Will Jasper

Der Pianist Joe Dinkelbach (Inga Rumpf Band, Bill Ramsey, Ron Williams) holt nun seine damaligen Weggefährten für ein einzigartiges Konzert nach Oldenburg zu Jazz en bloc. Neben Eigenkompositionen aus der Feder von Joe, werden die Lieblingsstücke der Musiker zu hören sein wie „The Touch Of Your Lips“, „I Wanted To Say“ oder Benny Golsons „Stablemates“.

Für alle Freunde des Mainstream Jazz in der Tradition von Coleman Hawkins und Lester Young ein absolutes Muss! Freuen Sie sich auf extrem swingenden Jazz vom Allerfeinsten!

• Donnerstag, 6. Oktober, 20 Uhr, Kulturzentrum PFL:

Brazilian ExperienceFlorian Poser´s Brazilian Experience meets Michael Arlt

Gustavo Bergalli (ARG) – Trompete
Michael Arlt – Gitarre
Forian Poser – Vibraphon, Marimba
Klaus Mueller (USA) – Piano
Itaiguara(USA) – Bass
Portinho (BRA) – Schlagzeug

Brazilian Experience ist das New Yorker BrazilJazz-Projekt des Vibraphonisten Florian Poser. In dieser Gruppe hat er einige der besten Musiker der dortigen BrazilJazz-Szene um sich versammelt. Deshalb sind feurige Latin-Jazz-Konzerte der Spitzenklasse garantiert!

Aus Anlass des Festivals Jazz en bloc 2011 in Oldenburg wird die Band auf dieser Tour um den Würzburger Gitarristen Michael Arlt erweitert. Michael Arlt konnte sich mit seinen Projekten europaweit einen Namen machen und passt, als ausgewiesener BrazilJazz-Spezialist, hervorragend zu Brazilian Experience.

Aufsehen erregt Florian Poser mit Brazilian Experience schon seit Jahren durch CD-Produktionen (alle bei Acoustic Music Records), diverse Rundfunkmitschnitte und nunmehr 8 Tourneen. CDs und Tourneen führten stets zu begeisterten Reaktionen, sowohl beim Publikum, als auch bei der Fachpresse.

Florian Poser bringt mit Brazilian Experience die Clubs und Konzertsäle zum Kochen, denn in dieser Formation ist die Creme der New Yorker BrazilJazz-Szene versammelt:

Portinho – drums (Brasilien)

gilt als der unumstrittene Master des Brazilian-Jazz-Drummmings. Er stammt aus Brasilien, übersiedelte aber schon vor vielen Jahren nach New York City, wo sein Stil inzwischen praktisch jeden Trommler, der sich mit brasilianischer Musik und Rhythmik auseinandergesetzt hat, beeinflusste. Er hat – um nur einige zu nennen – mit Gato Barbieri, Harry Belafonte, Paquito D´Rivera, Tania Maria, Claudio Roditi, Joao Gilberto und der Gesangslegende der Bossa Nova Astrud Gilberto gespielt und aufgenommen. www.myspace.com/portinhotrio

Gustavo Bergalli – trumpet (Argentinien)

stammt aus Buenos Aires. Zu Beginn seiner Karriere etablierte er sich als eine der führenden Trompetenstimmen der jüngeren Generation in Südamerika, wobei er mit den hervorragendsten Gruppen und Solisten dieses Kontinents tourte und aufnahm. Sein Trompetenspiel war in den Gruppen von Gato Barbieri und dem Michel Legrand Orchestra zu hören, um nur einige zu nennen. 1975 wanderte er nach Stockholm (Schweden) aus, wo er sich als einer der führenden Musiker auf seinem Instrument etablierte. Er spielte mit der Swedish Radio Jazz Group und dem Stockholm Jazz Orchestra mit Gästen wie Bob Brookmeyer, Bob Mintzer, Joe Lovano, Phil Woods, Maria Schneider und John Scofield. Er tourte durch ganz Europa, u.a. mit Klaus Ignatzek, Claudio Roditi und vielen anderen. http://en.wikipedia.org/wiki/Gustavo_Bergalli

Klaus Mueller – piano (USA – New York)

geboren in Darmstadt, aufgewachsen in Japan und Chile. Begann bereits im Alter von 18 Jahren seine professionelle Karriere. Lebt seit 1998 in New York – wo er mit Unterstützung des »Deutschen akademischen Austauschdienstes« (DAAD), an der »New School of Jazz and Contemporary Music« studierte. Gesuchter Sideman in der dortigen Brazilian-Jazz-Szene. Spielte u.a. zusammen mit Claudio Roditi, Jay Ashby, Paulo Braga, Sergio Brandao, Edmundo Carneiro und Tania Maria (Gastauftritt). Festes Mitglied im »Cadence«-Trio des Schlagzeugers Portinho. Weitere Zusammenarbeit z.B. Kenny Garrett & New-Jersey Symphonie-Orchester, Joan Osborne und St. Germain. Arbeitete 2003 auch als Orchester-Arrangeur für Herbie Hancock (Projekt »Gershwin’s World«). www.klausmuellermusic.com

Itaiguara – e-bass (Brasilien)

stammt aus Rio de Janeiro. Er studierte am Berklee College of Music (Boston) und schloss sein Studium mit Auszeichnung ab. Zusätzlich erhielt er noch einen »Professional Music Achievement Award«. Im April 1995 zog er nach New York City, wo er für verschiedene CD-Companies aufnahm. Ausserdem war er auf Konzerten und CDs der Paulo Braga Band(als Musical-Director) und mit Randy Brecker, Paquito de Rivera, Robin Eubanks, Dave Kikoski, Emilio Santiago, Romero Lubambo, Hugo Fattoruso u.a. zu hören. Er arbeitete an dem Lehrbuch »Inside the Brazilian Rhythm Section« (Sher Music Co.) mit und erhielt von der US-Regierung ein spezielles Visum für »Ausländer mit außerordentlichen Fähigkeiten«. http://www.itaiguara.com/

Florian Poser – vibes (D)

ist einer der renommiertesten deutschen Vibraphonisten. Durch zahllose Tourneen, CD-Aufnahmen und Rundfunkproduktionen mit seiner »Florian Poser Group« und die Zusammenarbeit mit Klaus Ignatzek, Wolfgang Haffner, Roberto DiGiola, Thomas Stabenow, Peter Finger, Martin Windt u.a. hat er sich über die deutschen Grenzen hinaus einen Namen gemacht. www.florianposer.de

Michael ArltMichael Arlt – el. & ac. guitar (D)

ist seit 1986 auf CDs und Tourneen mit einer wachsenden Gruppe internationaler Bands und Musiker zu hören, darunter Red Holloway, Houston Person, Paquito D´Rivera, Luciano Bondini, Dan Kostelnik u.v.a. – Arlts vielseitige Diskografie als Bandleader, Begleiter und Gastsolist umfasst bisher mehr als 40 Tonträger. Seine aktuelle CD ‘Moment To Moment !’ wurde zuletzt zur ‘CD des Jahres’ 2009 der Archtop-Germany website gewählt. www.michaelarlt.de

HCL-EnsembleGe-Suk Yeo, Mizuki Wildenhahn & HCL-Ensemble

Mizuki Wildenhahn – Tanz
Ge-Suk Yeo – Gesang, Videoinstallation
Hans Kämper – Posaune
Sebastian Venus – Piano
Reinhart Hammerschmidt – Kontrabass
Hannes Clauss – Schlagwerk

Ge-Suk Yeo

Sopran, Elektroakustik, Video

Ge-Suk Yeo kreiert feinziselierte Klangbilder, reinste, abstrakte Kompositionen, bei denen sie eine Potpourri aus Live-Geräuschen und computergenerierten Samples mit einem dadaistisch anmutenden onomatopoetischen Vokabular aus Wörtern mehrerer Sprachen, ihren meist surrealistischen Gedichten und ihrem Sopran-Gesang verbindet.

Ge-Suk Yeo

Ge-Suk Yeo

Als Video-Künstlerin schafft Ge-Suk Yeo sich langsam bewegenden Bilder, die einfaches weißes Licht auf schwarzem Hintergrund zeichnen, meist synästhetische Visualisierung ihrer Kompositionen, Klang-Kalligraphien oder surrealistischen Gedichten. Ihre audiovisuellen Performances und Multimedia Programme vereinen Ge-Suk Yeo’s Musik, Videokunst-Arbeiten und Poesie zu Live-Events.

Mizuki Wildenhahn

Perkussiver Tanz

Nach dem Studium des Flamencotanzes in Madrid, arbeitete Mizuki Wildenhahn als Flamencotänzerin in Deutschland, bis sie Ende der 90er Jahre anfing, in ihren Projekten rhythmische und motorische Elemente des Flamencotanzes mit Musikrichtungen ausserhalb des Flamenco-Genres zu verbinden und so eine eigene Art des Perkussiven Tanzes zu entwickeln.

Mizuki Wildenhahn

Mizuki Wildenhahn

Sie hat mit renommierten internationalen Künstlern so verschiedener Stilrichtungen zusammengearbeitet, wie z.B. den New Yorker Jazzmusikern Marvin Sewell (Gitarre), Jeff Haynes (Perkussion) – bekannt durch ihre Arbeit mit Cassandra Wilson, Jack DeJohnette, u.A. – und der spanischen Weltmusikgruppe Radio Tarifa (Latin Grammy Nominierung 2004).

Die beiden Künstlerinnen verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Neben der Arbeit im Duo haben sie gemeinsam auch Projekte mit internationalen Künstlern realisiert, so z. B. die Performance ‘acoustic sculptures’ mit dem Kontrabassisten Peter Jacquemyn aus Belgien und dem Perkussionisten Tatsuya Nakatani aus Japan/USA, und auch „experimental live“ mit dem Perkussionisten Gustavo Aguilar (USA).

Bei ‘Jazz en bloc 2011’ präsentieren die beiden nun ein neues Projekt, dass sie speziell für das Festival zusammen mit dem HCL-Quartett ausgearbeitet haben. Soprano meets Doublebass meets Percussive Dance meets Trombone meets Video meets Piano meets Live-Electronics meets Drums – ein absolutes Muss – nicht nur für alle Freunde von Performance und improvisierter Musik, und sicher einer der spannendsten Programmpunkte des diesjährigen Festivals.

• Freitag, 7. Oktober, 20 Uhr, PFL:

Hannes Clauss

Hannes Clauss

Schrack – Beier – Clauss – Trio

Martin Schrack – Piano
Detlev Beier – Kontrabass
Hannes Clauss – Schlagzeug

Eine Reunion der Rhythmusgruppe des Joe Viera Sextetts aus den 70er Jahren. Ein spannendes Unterfangen, da sich die drei Musiker inzwischen in unterschiedlichen Stilistiken profiliert haben und sich in der europäischen Jazzszene einen Namen erspielt haben. Beier und Schrack sind ausserdem Jazzprofessoren an den Musikhochschulen Bremen und Nürnberg, was ihr hohes instrumentaltechnisches und künstlerisches Niveau unterstreicht! Clauss, ein gefragter Partner von Musiker/innen wie Joelle Leandre, Urs Leimgruber oder Albert Mangelsdorff, ist auch bildender Künstler und dies manifestiert sich in seinem unverkennbaren und farbenreichen Individualstil.

Martin Schrack

Martin Schrack

So ist die Musik des Trios ein Spiegel ihrer Entwicklung als Musikerpersönlichkeit und bewegt sich zwischen freier Improvisation um tonale Zentren und eigenen Standardbearbeitungen bis hin zu Eigenkompositionen.

Martin Schrack

Professor für Jazzpiano an der Musikhochschule Nürnberg.

Spielt und spielte u.a.bei Charly Antolini’s Jazz Power”, ,,Bobby Burgess Big Band Explosion” und Musikern wie Bob Mintzer, Benny Bailey, Joe Gallardo, Sally Oldfield, Don Menza, Paquito d´Rivera, Sandy Patton, Sheila Jordan, Dave Liebman, Terrell Stafford, Randy Brecker, Jiggs Whigham, Joe Viera und vielen anderen.

Unzählige TV- und Rundfunkproduktionen, CD-Aufnahme mit SWR Big Band und Bob Mintzer, Maria Schneider.

Auftritte des Martin Schrack Trios als Vertreter der BRD bei den “Europäischen Jazztagen in Izmir 1998″, bei den “Deutschen Kulturtagen in der Ukraine 2003″ sowie in Istanbul, Zagreb, Sarajewo und Bratislava.

Detlev Beier

Begann im Alter von 14 Jahren mit dem Kontrabassspielen (dieses Jahr 40jähriges Bühnenjubiläum).
Auftritte, Tourneen und CDs u.a. mit der NDR Bigband, Joachim und Rolf Kühn, der Band Changes, Joe Viera Sextett, Michel Petrucciani und vielen anderen.
Aktuelle Projekte: Duo mit dem Pianisten Richie Beirach, Quartett Köcomabe, Duo mit dem Saxofonisten Lutz Büchner.
Professor für Jazz-Kontrabass an der HfK Bremen.

Hannes Clauss

Schlagzeug seit 1963, Percussion seit 2001.
Malerei, Druckgrafik, Bildhauerrei Studium 1974-1980 Abschl. Meisterschüler.
Stilistischer Grenzgänger zwischen Neuer Musik / Free Jazz / Modernem Jazz.
Zusammenarbeit mit: Benny Bailey, Woody Shaw, Mose Allison, Craig Harris, Joelle Leandre, Francoise Hulle, Albert Mangelsdorff, Ed Kröger, Matthias Nadolny, Hans Joachim Hespos, Vinko Globokar, Quartett &Brass, Havanna, Joe Viera Sextett u.v.m.
Künstlerischer Leiter zahlreicher Festivals und Konzertreihen
Preise: Deutsche Phonoakademie 1980, elfmaliger Preisträger des Jazzpodiums Niedersachsen, JAZZiN Preis 2006 Musikerpersönlichkeit.

Frank Schultz

Frank Schultz

Bergmann/Schultz/Morger/Braun

Matthias Bergmann – Trompete – Flügelhorn
Frank Schultz – Gitarre
Markus Braun – Kontrabass
Silvio Morger (CH) – Schlagzeug

Die Musik dieses Quartettes mit dem etwas sperrigen Namen Bergmann / Schultz / Morger / Braun lässt sich am einfachsten als moderner Jazz umschreiben. Natürlich ist da aber hinter der Einfachheit dieser banalen Kategorisierung viel mehr.

Nehmen wir beispielsweise Matthias Bergmann, Dozent an der Musikhochschule Köln, am Flügelhorn. Unüberhörbar schwingen in seinen Improvisationen einige der größten Namen der modernen Jazzgeschichte als Einflüsse mit, dennoch gelingt es ihm mit seiner lyrischen Spielweise, einen eigenen Sound zu kreieren.

Oder Silvio Morger, der Schlagzeuger der Band. Es wäre ein leichtes jetzt einige wohlbekannte Namen der modernen Schlagzeuggeschichte zu erwähnen, und dann zu sagen, so klingt er, der Silvio! Aber das würde ihm nicht gerecht, ist er doch mit seiner subtilen Virtuosität und seiner unbestechlichen Musikalität eine ganz eigene Größe.

Markus Braun arbeitet seit über 8 Jahren als freischaffender E-Bassist und Kontrabassist in der Rhein-Ruhr-Region, in Deutschland und Europa. Zu seinen festen Projekten zählen unter anderem die Maxime Bender Group, das Pianotrio Invisible Change oder Pop goes Jazz. Außerdem arbeitet Markus Braun als Toningenieur in unterschiedlichen Studios in Deutschland.

Frank Schultz, mit seinem warmen, mittigen Ton, schafft es, die schönsten Melodiebögen über komplexe Harmonien zu fantasieren. Kein überflüssiger Schlenker in effekthaschender Manier, aber auch kein Ton zu wenig hemmen den fließenden Lauf seiner Gitarre.

Bernhard Mergner

Bernhard Mergner

Manfred Bründl

Manfred Bründl

The Weimar Jazz Group

Wolfgang Bleibel – Saxophone, Bassklarinette
Bernhard Mergner – Trompete, Flügelhorn
Kristjan Randalu (ESTL) – Piano
Manfred Bründl – Kontrabass
Wolfgang Eckholt – Schlagzeug

Die Mitglieder des Weimarer Instituts für Jazz – Wolfgang Bleibel, Manfred Bründl und Bernhard Mergner – präsentieren zusammen mit internationalen Gastmusikern Kompositionen einzelner Ensemblemitglieder aus dem Bereich des zeitgenössischen Jazz.

• Samstag, 8. Oktober, 15 Uhr, Wilhelm13:

Nordwest Bigband

Das grosse
Tuten und Blasen Wiki
oder was Kinder unbedingt über Bigbands wissen sollten

Für alle Kinder, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, trotzdem mal Dirigent spielen wollen und vor allem herausfinden möchten, wie viel Wind eine echte Profi-Bigband machen kann, tutet die Nordwest Bigband mal richtig los.
Moderation: Malte Schiller und Philipp Pumplün. Dauer: ca. 1 Stunde. Für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Der Eintritt beträgt € 3.00. Kein Vorverkauf.

• Samstag, 8. Oktober, 20 Uhr, Forumskirche St. Peter:

Maria de FatimaMaria de Fatima / Sebastian Altekamp – Duo

Maria de Fatima – Gesang
Sebastian Altekamp – Piano

Ein Programm mit brillanten Kompositionen, melodisch voller Klarheit und Schönheit – kammermusikalischer Jazz auf höchstem Niveau mit der beeindruckenden Ausdruckskraft der portugiesischen Sängerin Maria de Fatima, deren Wurzeln im Fado und in der brasilianischen Musik liegen, kongenial begleitet von Sebastian Altekamp am Piano.

Jazz 'N' SpiritJazz ‘N’ Spirit

Dirk Piezunka – Saxophone, Bassklarinette, Percussion
Martin Flindt – Gitarre
Jens Piezunka – Kontrabass, Cello

Jazz ‘N’ Spirit – das sind der Saxophonist Dirk Piezunka, der Gitarrist Martin Flindt und der Kontrabassist Jens Piezunka. Dieses hochkarätig besetzte Trio widmet sich seit 2009 vornehmlich der Bearbeitung alter Choräle und weltlicher Musik aus der Epoche der Renaissance und des Barock und verbindet diese klassische Musikliteratur mit modernen Jazzelementen.

In ideenreichen, aber auch respektvollen Arrangements, eröffnet Jazz ’N‘ Spirit damit neue Perspektiven auf bekannte klerikale Werke und kleidet ihre spirituelle Kraft und Ausstrahlung in ein neues Gewand. Dabei geht es Jazz ’N‘ Spirit um weit mehr als die Reharmonisation und Aktualisierung der Werke: das Trio strebt eine Verschmelzung alter Kompositionskunst mit moderner Improvisationspraxis an und formt aus diesem Spannungsverhältnis einen neues, einzigartiges Klangbild.

• Samstag, 8. Oktober, 22.30 Uhr, Wilhelm13:

Jazz für Nachtschwärmer

Für die Jazzhungrigen, die Nachteulen und Sessionfans, eröffnet “Hier und Jazz“, das preisgekrönte Nachwuchsquartett, die diesjährige Jam-Session des Festivals. Hier treffen sich Publikum und Musiker des Festivals, um bei einem kalten Getränk und heisser Musik den Abend zu vollenden.

Der Eintritt ist frei.

• Sonntag, 9. Oktober, 20 Uhr, Kulturzentrum PFL:

Philip CatherinePhilip Catherine meets Nordwest Bigband

Philip Catherine (B) – Gitarre

Die Musiker der Nordwest Bigband:

Saxophone:
Malte Schiller, Nils Brederlo, Charlotte Greve, Volker Winck, Dirk Piezunka
Trompeten:
Benny Brown, Michael Langkamp, Florian Menzel, Jörn Anders, Bernhard Mergner, Ulrich Piontek
Posaunen:
Matthias Konrad (NL), Reinald Kessler, Ed Kröger, Juliane Gralle (NL)
Martin Flindt – Gitarre
Oli Poppe – Piano
Felix Behrendt – Bass
Philipp Pumplün – Schlagzeug
Rob Horsting (NL) – Arrangements, Leitung

Philip Catherine, einer der wichtigsten europäischen Jazzgitarristen, ist zu Gast bei der Nordwest Bigband.

Der 1942 in London geborene und in Brüssel aufgewachsene Musiker wurde schon früh als “junger Django Reinhard” gefeiert. Er tourte bereits in den 60er Jahren mit Lou Bennet durch Europa und begleitete internationale Jazzgrössen, wenn sie nach Belgien kamen. Seit den 70ern gehört er selbst zu den internationalen Grössen und spielte mit Chet Baker, Dexter Gordon und anderen Legenden der Jazzgeschichte. Er konzertierte dabei in allen grossen Konzertsälen der Welt, wie etwa der Carnegie Hall oder der Berliner Philharmonie und wurde mit vielen internationalen Awards geehrt, unter anderem mit dem “Bird”, den er 1990 zusammen mit Stan Getz auf dem North Sea Jazzfestival entgegennahm.

Bis heute inspiriert er mit seinem authentischen und lyrischen Stil Fans auf der ganzen Welt. Viele seiner Kompositionen spielte er bereits mit den besten Bigbands in Europa. Für das einmalige Projekt mit der Nordwest Bigband hat er einige seiner Kompositionen ausgewählt, die von Malte Schiller und Rob Horsting für ihn arrangiert wurden.

Nordwest BigbandDie Nordwest Bigband wurde 2004 gegründet und gibt seitdem regelmässig Konzerte unter der Leitung von Rob Horsting. Zu der erlesenen Besetzung gehören professionelle Musiker aus Deutschland und den Niederlanden. International bekannte Musiker, wie Deborah Brown und Bert Joris standen mit der Nordwest Bigband auf der Bühne. Die Band wurde 2006 vom Land Niedersachsen mit dem JazzIn ausgezeichnet. Der Arrangeur und Saxophonist Malte Schiller gewann in diesem Jahr den internationalen Wettbewerb “Jazz Comp Graz”. Mit dieser wie immer hervorragend besetzten Bigband und einem aussergewöhnlichen Gast freuen wir uns auf ein ganz besonderes Highlight des Festivals Jazz en bloc 2011.

http://www.nordwest-bigband.de/